Das Berufsbild des Physiotherapeuten entwickelte sich aus der „Schwedischen Heilgymnastik", in der alle Formen der Behandlung von Patienten, wie Massage, Bäder, Heilgymnastik etc. enthalten war. Diese Schwedische Heilgymnastik prägt noch heute die Therapie unserer Physiotherapeuten. Erst zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts erfolgte eine Aufteilung in die Bereiche Masseur und medizinischer Bademeister einerseits und Physiotherapie (zunächst „Krankengymnastik") auf der anderen Seite.
Schwerpunkt der Physiotherapeuten ist seitdem die medizinische Bewegungstherapie.
Das heißt beispielsweise, wenn nach einem Sportunfall die Gelenke nach langer Ruhigstellung nicht mehr beweglich sind, dann stellt der Physiotherapeut die Beweglichkeit wieder her. Oder wenn nach einem Schlaganfall eine Körperhälfte gelähmt ist, wird der Physiotherapeut in Zusammenarbeit mit dem Patienten die Funktionen wiederherstellen.
Der Physiotherapeut behandelt demnach alles was mit der Erhaltung und Verbesserung der Vorgänge und Funktionen des menschlichen Körpers zu tun hat. Durch die Mobilisation des Bewegungsapparates behandelt der Physiotherapeut die Folgen von Erkrankungen oder Verletzungen des menschlichen Körpers mittels verschiedener Therapietechniken.
Voraussetzung ist jedoch stets die Diagnose eines Arztes und deren Verordnung.